Montag, 1. März 2010

januar und februar...

januar und februar waren bei mir irgendwie relativ schnell vorbei und stressig.^^ manche wissen es sicher schon, dass ich ende januar probleme mit meinem fuss hatte. am letzten wochenende im januar war ich mit anderen frewilligen auf einer ehemaligen hollaendischen sklavenburg (senya beraku) ,die zum hotel umgebaut wurde und wir wollten uns ein gemuetliches wochenende amchen. es war echt super schoen dort, voll traumhaft. die landschaft war so toll, sowas gibt es in europa glaub nicht.^^ die burg lag natuerlich direktam meer um die sklaven schnell verschiffen zu koennen und wir hatten von oben beim essen oder spielen(wir spielen oft karten, wenn es nichts zu tun gibt^^) einen so schoenen blick ueber das dorf, das meer und den strand. von dem wochenende aus mussten wir aber dann direkt mit dem taxi nach accra ins 37 (military hospital) fahren, weil ich so schmerzen im fuss hatte und nicht mehr laufen konnte. ich hatte nen eitrigen moskitostich am knoechel, der sich dann so entzuendet hat, dass mein ganzer fuss und mein bein entzuendet war. auf dem weg dorthin hatten wir an der stadtgrenze eine polizeikontrolle mti dem taxi und wir waren eine person zu viel im auto. vier hinten und ich krueppel vorn^^. die polizisten meinten dann wir koennten nicht weiterfahren und sollen doch fuer mich einen krankenwagen rufen, weil ich einen fuss wie ein elefant habe. nach einer fuenfminuetigen moralpredigt uber sicherheit im strassenverkehr durften wir dann aber doch weiter, aber nur weil der taxifahrer den polizisten geld zugesteckt hat.
vom 37 waren wir dann aber sehr enttaeuscht, weil das das auswaertige amt empfiehlt. war dann aber nicht gut dort. es war ja sonntag und ghana hat fussballl gespielt, hat deshalb auch jeder der in der notaufnahme arbeitet fleissig angeschuat. die aerzte schauen einen nur von der ferne aus an und eigentlich wird man nur von den schwestern behandelt. die sind so "metzger", die haben in meiner wunde rumgerubbelt und geschnitten ohne zu ueberlegen, dass es derbe wehtut, sodass es ein immer groesseres loch wurde bis zum muskel runter und ueber 2 cm lang. dazu hab ich dann hald noch zwei voll starke antibiotika bekommen, dei hab ich aber gar nicht vertragen. der naechste tag war mein schrecklichster in ghana hier^^ ich lag den ganzen tag im bett und hab geschwitzt wei ei tier, hatte fieber und hab alles was ich zu mir genommen hab sofort weider ausgekotzt und konnt nicht mal schlafen. deshalb bin ich dann dienstags nochmal ins krankenhaus bei uns in koforidua. dort haben sie mir aber nur noch dazu malariatabletten gegeben (kriegt man als weisser hier immer bei allem), die ja auch voll stark sind und in jod getraenkte watte in mein loch im fuss gestopft. wegen dem allen haben mich dann vorallem jana, aber auch die anderen, ueberredet nach accra zu fahren und zum arzt von der detuschen botschaft zu gehen. der war zum glueck deutsch und ich hab mich gleich viel besser gefuehtl. der hat mich dann ne woche lang gut behandelt und ich musste auch jeden tag hin.
im nachhinein bin ich den anderen voll dankbar, dass ich da hin bin, haette ich laenger gewartet haette es schlecht um meinen fuesss ausgesehen und ich haette ne blutvergiftung bekommen und noch heimfliegen muessen. jetzt muss ich immer noch jeden tag meinen wunde neu verbinden, damit nichts reinkommt ( war am anfang echt ecklig fuer mich^^), aber sie geht jetzt hoffentlich bald zu.
das naechste wochenende war ich zuhause und mal wieder abends im club und sonntag haben wir meine haare zu fuenft aufgemacht und ueber drei stunden gebraucht. meinen haare sahen danach aus wie gekreppt, aber gar nicht so shclimm, weil ich sie ja ueber drei wochen ncith gewaschen hatte.
ne woche spaeter war ich wieder in accra und wir haben jana und kathi zum flughafen gebracht, ich war nochmal biem arzt und wir waren ncohmal im champs, wie im januar (wo ich auch bilder hochgeladen hab) aus. war wieder mal super.
das wochenende drauf waren wir an den groessten wasserfaellen westafrikas, den wli waterfalls. dort war es traumhaft schoen, voll der riesige wasserfall wo man sogar unten baden konnte und mitten im urwald gelegen. als es gedaemmert hat sind ploetzlich tausende fledermaeuse von den felsen beim wasserfall ueber uns weggeflogen um auf nahrungssuche zu gehen. so etwas hab ich noch nie in gesehen, war voll das spektakel. bin echt froh, dass ich das sehen konnte.
da hat man noch voll die natur, obwohl viele touristen die wasserfaelle anschauen. wenn man von dort 1,5 h durch die berge wandert kann man ohne passkontrolle nach togo, war uns aber zu gefaehrlich, aber machen anscheinend einige.
am darauffolgenden tag sind wir auf der ladeflaeche von nem colatransporter^^ weiter nach akosombo gefahren an die volta (fluss) und haben vom stressigen alltag gerestet.^^ die volta ist auch voll schoen, aber wenn man am ufer sitzt koennte man ein wenig fantasie auch denken man saesse am neckar oder am rhein.
von freitag bis vorgestern war ich dann nochmal am kokrobitey in accra am strand
, was leider mein letztes mal war, aber da ist es soooooo toll. leider musste ich mir aber aus ner plastiktuete, pflastern und ner socke was fuer meinen fuss basteln, weil wenn wasser reinkommt sie sich wieder entzuenden kann. also sah ich aus wie der letzte depp.^^
im waisenhaus ist grad einiges los, maria und ich haben jetzt die zwei wippen, die wir bestellt haben geholt und muessen sie noch einbetonieren, einen sandkasten bestellt und waren mit louis, dem unterernaehrten jungen zwei tage in accra im krankenhaus. wir haben nochmal voll den schock bekommen, als sie ihn gewogen hatten, er wiegt 6,9 kg und ist zwei jahre alt und dann auch noch die anderen kinder im gleichen alter die normal entwickelt sind dazu gesehen haben. wir waren erst im 37 aber da gings wegen der versicherung von louis nicht ( die versicherung der kinder haben wir auch alle erneuert, sonst waeren sie nicht mehr versichert),also mussten wir weiter ins kinderkrankenhaus wo er jett ein paar wochen gut gefuettert und aufgebaut wird sowie untersucht, weil es sein kann, dass er aids hat.
mittwochs wollten sie ihn gleich behalten aber wir konnten nicht mit ihm im krankenhaus bleiben (in ghana muss sich immer jemand kuemmern, normal gibts nicht mal essen fuer die patienten), so haben wir ihn leider die nacht allein lassen muessen. aber er ist dann bei uns im arm eh gleich eingeschlafen, weil er so fertig war.
am naechsten tag haben wir eine arbeiterin vom waisenhaus hingebracht, dass sie sich um ihn kuemmert. es hat sich aber zum glueck die frau die wir gebeten hatten sich ein wenig um louis zu kuemmern, wirklich gut um ihn gekuemmert gehabt. wir hoffen jetzt er hat nix ernstes und entwickelt sich bald wie ein normales kind und kann dann sprechen und wenigstens mal krabbeln.
so das wars, jetzt geh ich gleich auf meine grosse reise in den norden los. ich bin schon sehr gespannt...